Mittwoch, 7. September 2016

18. Volljährig. Erwachsen?!

18. Volljährig. Erwachsen?!

Keine Ahnung, ob das nur an mir liegt, aber meist, kurz bevor große Sachen anstehen und die Dinge sich verändern, möchte ich mich am liebsten in eine Ecke verkrümeln und alles so lassen, wie es ist. Mir keine Gedanken mehr um etwas machen, nicht die ganze Zeit besorgt sein... keine Verantwortung mehr tragen.

In ein paar Tagen werde ich 18 - volljährig! - und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es nun endgültig bedeutet erwachsen zu werden, die Veränderung zu besiegeln und für mich selbst verantwortlich zu sein. Im Grunde freue ich mich auf diese Veränderungen, ichhalbe sie sogar schon eine Weile herbeigesehnt, aber sie machen mir auch Angst. Und vielleicht liegt es nur daran, dass ich ein paar Stunden Jane the Virgin hinter mir habe, dass ich das Bedürfnis habe, so richtig offen und emotional über alles zu schreiben.
Im Moment fühle ich mich wie ein kleines Kind, dass sich gerne in die Arme seiner Mami werfen würde.. wenn ich über meine Zukunft nachdenke spiele ich total  verrückt. Seit Tagen zerbreche ich mir den Kopf was ich nur machen soll, wenn alle meine Pläne fehlschlagen. Was ist, wenn mich keine Familie als ihr AuPair haben will? Was ist, wenn ich keinen Studienplatz für Psychologie bekomme? Was mache ich, wenn mich mein dämlicher Abi-Schnitt daran hindert das zu tun, was ich will? Was mache ich, wenn ich im Studium feststelle, dass es nicht so ist, wie ich es mir vorgestellt habe, nachdem ich unter diesem Aufwand einen Platz bekommen habe? Werde ich überhaupt jemals gut genug in Englisch sein, um ein Studium in dieser Sprache zu bewältigen? Wie soll ich genug Geld haben, um das zu werden, was ich will? Werde ich in den Niederlanden einen Job bekommen?  Wie kann ich meinen Eltern nicht das Geld aus der Tasche ziehen, nur weil ich studiere?  Was ist, wenn ich in Amerika bin und es mir überhaupt nicht gefällt? .....
Seit Tagen bin ich bis in die Nacht hinein wach und google alles möglich, was mit Psychologie zu tun hat, von möglichen Unis über Zulassungsbedingungen, über Einstiegslektüre (die sau teuer ist!), über Berufsaussichten usw. Und während ich mir all diese Fragen stelle und mir vorstelle, was alles schief gehen kann, da habe ich einfach riesige Angst vor allem. Am liebsten würde ich mich nicht mehr bewegen, nicht mehr atmen, einfach wie eine Salzsäule da stehen und abwarten. Eine Existenzpause einlegen, ja genau, mich einfach eine Zeit lang vor der ganzen Welt verstecken.

Aber das geht nicht, und dessen bin ich mir bewusst.
Nur symbolisiert mein 18. Geburtstag all das für mich. Ich bin nicht zufrieden mit meine aktuellen Situation und so, mit den ganzen Sorgen und Schuldgefühlen im Hinterkopf, wollte ich auch nicht in mein eigenes Leben starten.
Zum Beispiel möchte ich mich nicht wie ein Blutegel fühlen, der meinen Eltern das ganze hart verdiente Geld aus den Taschen zieht. Wieso kann es bei uns nicht wie in Norwegen oder Finnland sein, wo man Geld fürs studieren bekommt und dabei nicht seine Familie verarmt?
Außerdem muss ich mir auch endlich eingestehen, dass ich unbedingt einen gesünderen Lebensstil führen muss. Ich muss mich nun endlich mal zusammen nehmen und diszipliniert sein.

Ab jetzt bin ich selbst dafür verantwortlich wie mein Leben aussieht.
Okay, es ist schon kurz nach eins und so langsam habe ich das Gefühl mich zu wiederholen.. von daher gute Nacht.

XOXO Johanna

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen