Dienstag, 14. Juni 2016

Leicht lädiert


Gestern hatte ich einen kleinen Moped Unfall..

Es hatte kurz zuvor geregnet und die Straße war noch nass, weshalb ich die gesamte Strecke sehr vorsichtig gefahren bin, da bei Nässe immer eine Schmierschicht entsteht, die besonders für Mopeds schnell gefährlich werden kann. Ca. 3min von meinem Ziel entfernt fuhr ich eine ganze Weile auf einer gerade verlaufenden Vorfahrtsstraße und wollte die anderen nicht behindern, weshalb ich ungefähr 50km/h fuhr. 
Tja, allerdings hat eine Frau von außerhalb, in einem relativ großen, schwarzen Auto, leider nicht mitbekommen, dass sie als Linksabbiegerin den Gegenverkehr, also mich, durchfahren lassen muss. 
Ich kam also mit meinen 50 auf die Kreuzung zu und sh, dass sie, ohne langsamer zu werden, auf meinen Fahrstreifen zusteuerte. Dementsprechend versuchte ich eine Notbremsung zu machen (sonst hätte sie mich voll erwischt) und dabei kam ich unvermeidlich ins Schlittern, das Moped rutschte unter mir weg und wir schlitterten direkt auf die Kreuzung. 
Die Frau (ich nenne sie mal JP.) muss auch sofort stehen geblieben sein, da sie mich selbst nicht erwischt hat, ob sie mein Moped noch geschoben hat weiß ich nicht... 
Es war wirklich seltsam, weil ich d auf der Straße lag und nur noch weiß, dass irgendwer kam und mich angesprochen hat. Aber irgendwas in meinem Oberkörper hatte sich richtig zusammengekrampft und ich konnte keine Luft holen... ich hab mich selbst dann nur stöhnen gehört, weil ich mich nicht bewegen konnte und keine Luft bekam.. das war wirklich ein gruseliges Gefühl. Ich bin schon früher mal (nicht wegen Verkehrsunfällen) auf den Rücken gefallen und kenne es, wenn einem die Luft aus den Lungen gepresst wird, aber so war es diesmal nicht; und soweit ich weiß, bin ich auch eher auf meine rechte Schulter gefallen. 
Jedenfalls konnte ich nach ein oder zwei Minuten dann doch wieder atmen, rappelte mich auf und sah einen netten Mann, der mein Moped schon aufgehoben hatte.
Es waren dieser nette Mann und eine junge Frau anwesend, sowie die Fahrerin, die ebenfalls ausstieg. 
Wir machten erstmal wieder die Fahrbahn frei und der nette Mann hat mich dann darauf hingewiesen, dass JP. eigentlich nicht in die Straße einfahren durfte, in die sie wollte - ich konnte sie also überhaupt nicht erwarten. (Und selbst wenn, dann hätte sie, als Linksabbieger, trotz allem den Gegenverkehr durchlassen müssen!) 
JP. sagte die ganze Zeit nur Ich weiß auch nicht, wie das passiert ist, ich hatte grün. - Naja. 

Es überraschte mich, dass meine Klamotten alle ganz geblieben sind und dich keine schlimmeren Verletzungen hatte, da ich doch ein gutes Stück über den Asphalt geschlittert bin. Ich weiß noch wie ich immer wieder verwundert meine nasse und dreckige, aber heile Hose betrachtete, weil ich ein klaffendes Loch und eine menge aufgeschürfte Haut erwartet hatte. 

Blöderweise stand ich ziemlich unter Schock und hatte auch noch nie einen Verkehrsunfall, in den andere involviert waren, sodass ich nicht die Geistesgegenwart hatte die Polizei zu rufen und den Unfall aufnehmen zu lassen... also hab ich mir von JP. nur die Anschrift geben lassen und bin dann das letzte Stück noch gefahren. 
Ich weiß nicht, wie das jetzt mit der Versicherung und allem zu regeln ist (und ärgere mich so, nicht die Polizei gerufen zu haben). Nächstes Mal bin ich klüger. 



Trotz allem hatte ich noch Glück im Unglück, denn zum einen erleichtert es mich erheblich, dass es nicht meine Schuld war und zum anderen habe ich lediglich eine Schürfwunde am rechten Unterarm, meine rechte Schulter tut zwar weh und das Moped hat auch einige Schrammen abbekommen... aber ich werde es überleben, und es hätte wesentlich schlimmer kommen können. 


leicht lädiert, XOXO Johanna 





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