Freitag, 5. Februar 2016

Ballast abwerfen

Ballast abzuwerfen ist etwas, das ich über einen längeren Zeitraum erst lernen musste, denn ich besitze leider die Eigenschaft mir selbst immer und immer mehr aufzubürden, bis es einfach nicht mehr zu überblicken oder geschweige denn zu händeln ist.
Und das macht einen mit der Zeit dann richtiggehend krank, weil man zu viele Baustellen hat und nie fertig wird. Ständig keisen die Gedanken um irgendein Problem und man kommt nie wirklich zur Ruhe oder genießt das Leben.
Bei mir ha sich das auf physischer und psychischer Ebene abgespielt und ich habe jetzt endlich auf beiden so richtig aufgeräumt.

Ich habe einige sehr schwere Gespräche mit Personen geführt, die mich immer wieder zum wanken bringen und einige Entscheidungen gerofen, unter anderem die, dass ich aufhöre meine Kraft in Dinge zu invesieren, die keine Zukunft haben.
Ich bin eine kleine Träumerin und nehme immer das Beste an... von daher dachte ich, dass man eine Beziehung zwischen zwei Menschen (die sich eigentlich nahestehen sollten) wieder ins Reine bekommt, wenn man nur darüber spricht und beide Parteien bemüht sind sich zu bessern. Leider, oder nein, zum Glück musste ich feststellen, dass das nicht immer möglich ist. Aber jetzt hege ich wenigstens keine Hoffnungen mehr, die nur enttäuscht werden können. Und auch wenn es für mich erst ein harter Schlag war bin ich wirklich von ganzem Herzen froh, dass es so gekommen ist, weil ich mich fühle, als ob mir eine riesen Last abgenommen worden wäre.

Endlich kann ich mich darauf konzentrieren, was mich weiterbringt und werde nicht mehr von Dingen runtergezogen, die mich meiner Energie berauben.
Ich fühle mich mental so gut wie schon lange nicht mehr!



Und auch in materieller Hinsicht habe ich einfach entrümpelt! Mein Zimmer war so zugemüllt mit Dingen, die ich nicht brauchte und ich hatte überhaupt kein System... 4 Tage lang habe ich jetzt alles komplett auf den Kopf gestellt und bin stolz auf mein Ergebnis.
Ein Zimmer bleibt ein Zimmer, aber jetzt erkenne ich mich selbst darin wieder, es spiegelt wieder wer ich bin und wer ich sein möchte und allein mich hier aufzuhalten gibt mir Kraft und Motivation, anders als vorher, wo ich nicht mal Lust hattte es zu betreten, weil ich wusste, dass ich selbst unzufrieden damit bin.


Jeder hat seine guten und schlechten Momente und auch ich werde meine weiterhin haben, aber ich habe das Gefühl auf einer tieferen Ebene endlich wieder positiv eingestellt zu sein und mich selbst ein Stück weit gefunden zu haben, auch auf die Gefahr hin, dass sich das jetzt wie ein Spruch aus einer Selbsthilfegruppe für Menschen in der Mid-life-crisis anhört.

Nur als Tipp: Entrümpelt mal euer Leben.
Weil ich jetzt sagen kann: Ich fühle mich gut

XOXO Johanna

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